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Professioneller Kleidungs-Knigge für den Sommer

Führungskräftecoaching

In der Stilberatung ist es ein bisschen wie in einer Arztpraxis: So unterschiedlich und besonders die Menschen auch sind - manche Symptome wiederholen sich, Fragen bleiben und die Antworten darauf ebenfalls. Und während das Strand-Outfit im Büro genauso unpassend ist wie umgekehrt der zugeknöpfte 3-Teiler bei über 30 Grad im Schatten, kommt leise, aber beharrlich die Frage auf, wie er geht - der Sommer-Look, mit dem man auf der sicheren Seite der Professionalität ist.

Im heißen Klima vieler anderer Länder fällt zum Beispiel auf, dass bei Hitze nicht weniger, sondern mehr Kleidung getragen wird, denn Textilien schützen - auch vor Hitze. Bei uns dagegen sinkt der Einsatz von Stoff bei steigenden Temperaturen. Wie bleibt man auch an heißen Tagen cool?

Eine thematische Auswahl:

Der Leinen-Anzug

Bei Leinen fragt sich der Betrachter immer, ob sich der Träger damit einen Gefallen tut. Auch wenn das Material mit dem Slogan "Leinen knittert edel" seine Befürworter hat, gibt es gut begründete Stimmen dagegen. Es ist unmöglich, nach vielen Stunden in einem Leinenanzug noch gepflegt auszusehen, deshalb ist er nichts für lange Zug- oder Autofahrten oder Bewerbungsgespräche. Besser ist ein feiner Wollstoff, eventuell mit einem edlen Oberflächenglanz, oder ein Baumwoll-Mischgewebe.

Die lässigen, nur halb gefütterten Sommersakkos und -kostüme aus Leinen verströmen im Geschäftsleben meist zu viel Freizeit-Flair, je nach Branche und Terminlage. Bei gefütterten Modellen muss das Futter passend abgestimmt sein: Die beschriebenen Eigenschaften des Leinens kommen nur dann zum Tragen, wenn nicht ein synthetisches Futter wieder die ganze luftige Atmungsaktivität zunichte macht.

Die Weste

Westen zum Anzug waren traditionell nur Accessoire, zum Beispiel, wenn sie bei förmlichen Anlässen in der britischen Tradition als festliche Weste unter Cut oder Frack oder als (hellgraue oder beige) Weste unter dem meist dunkleren Morning Coat getragen wurden. Erst seitdem sich um 1930 Anzüge als klassische Businessbekleidung etabliert haben, werden Westen im identischen Stoff wie der Anzug gefertigt.

Sie sind eine gute Möglichkeit, "angezogen" und nicht zu formell zu wirken. Wichtig ist, dass Ihre Westen, wenn sie ohne Sakko oder Jacke darüber getragen werden, einen Stoffrücken haben. Der Futterrücken bleibt den Westen aus Dreiteilern vorbehalten.

Außerdem sollte Ihre Weste eng anliegen und nie zu weit sein. Das heißt automatisch auch, dass Hemd oder Bluse darunter nicht zu weit geschnitten sein dürfen, da der Stoff sonst unter der Weste faltig liegt und zu bauschig aus den Ärmellöchern heraus kommt. Gerade Damen sollten darauf achten, dass der Taillenabnäher der Weste perfekt sitzt, die engste Stelle der Weste also in der Taille liegt.

Sommerliche Eleganz

Für die große und festliche Abendveranstaltung, womöglich noch mit internationalem Publikum, gibt es tatsächlich keinen Dresscode, der die Frage nach der korrekten Bekleidung ausreichend beantworten würde. Normalerweise sind für gehobene Veranstaltungen die festlichen Dresscodes gültig. "Sommerlich-elegant" ist aber, zum Beispiel als Firmenjubiläum, ein definitiv beruflicher Event. Die Wahl der Farbe ist eine stilistische, gefühlsmäßige und geschmackliche Frage.

Die Formalität des Anzugs sollte allerdings mindestens einem Dresscode Smart Business entsprechen: Als Herr tragen Sie also einen dreiteiligen Anzug mit Weste - letztere brauchen Sie, wenn Sie sich später des Sakkos entledigen.

Ihre Begleiterin trägt mindestens einen festlichen Anzug, zum Beispiel aus Seide, mit hohen Absätzen und festlichem Schmuck, ein Cocktailkleid oder eine schlicht-elegante Abendrobe in einer Farbe, die ihr wirklich steht. Ein weißer oder heller Anzug ist für so einen Anlass angemessen, wenn Sie der Typ dafür sind.

Hellhäutige, blonde Männer wirken in einem hellen Anzug definitiv zu blass, während südländische, dunkle Hauttypen mit dunklem Haar darin geeigneter aussehen. Alternativ können Sie eine dunkle Hose mit einer fein gemusterten Weste tragen, die einen optischen Übergang zum hellen Sakko - analog einem Dinner-Jacket - schafft. Dazu ein festliches Hemd, das heute nicht mehr zwingend mit Fliege oder Krawatte kombiniert werden muss. Auf Nummer Sicher gehen Sie aber, wenn Sie zunächst damit erscheinen und sie immer noch ablegen können.

Die Frage "hell oder dunkel" hängt außerdem vom Zeitpunkt der Veranstaltung ab. In den hellen Monaten von März bis September (Tag- und Nachtgleiche) sind auch hellere Farben schön, in den Wintermonaten dagegen wirken sie oft deplatziert. (Manager-Magazin)

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