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Partizipation als elementare und zeitgemäße Form erfolgreicher Entscheidungen fördern

Führungskräftecoaching

Ob in der Deutschland-Elf oder im beruflichen Alltag: Teamarbeit ist in vielen Unternehmen Teil der Tagesordnung. Das Zeitalter heroischer Entscheidungen, in dem eine Person für das gesamte Unternehmen Entscheidungen im Alleingang trifft, ist vernünftiger Weise größtenteils vorbei. Hintergründe und Praktikabilität von Entscheidungen sind meist komplex. Insbesondere deshalb ist es wichtig, auf die Wahrnehmung und die Erfahrung vieler Personen zu setzen.

Doch Vorsicht: Wo Feuer ist, da ist auch Rauch. Während Gruppenentscheidungen für gewöhnlich genauer und im Ergebnis effektiver sind, kann man kaum ihren größten Nachteil übersehen: Gruppenentscheidungen sind zeitaufwendig.

Gerade wegen der aufzuwendenden Zeit und anhängiger Kosten sollten Gruppen- oder Teamentscheidungen sorgfältig vorbereitet werden. Regeln sind unabdingbar und Chefs oder Executives in großer Verantwortung, denn wer Freiräume nimmt und Obrigkeitswahn zulässt, entreisst Teamentscheidungen die Wirkungsgrundlage.

Insbesondere die Totschlagargumente seitens der Chefs sind hierbei ein gefährliches Gift. Denn mit Sprüchen wie "Das ist doch Blödsinn!" wird dafür gesorgt, dass einzelne Meinungen nicht gewertet werden. Faktenfreie Argumente, besonders laut vorgetragen, oder Wertungen wie "typisch Ingenieur" oder "so etwas funktioniert bei uns nicht" haben die gleiche fatale Wirkung: Einzelne Teammitglieder trauen sich nicht mehr, ihre Meinung zu äußern - ihre Sicht fehlt dem Team. Die Gefahr steigt, dass realitätsferne Entscheidungen getroffen werden.

Die Liste der gruppendynamisch geprägten schädlichen Verhaltensweisen kann ergänzt werden durch "Recht haben wollen", "gewinnen wollen", "Platzhirsch-Gehabe", Sarkasmus, fehlenden Respekt oder dergleichen.
Ein paar anfängliche Regeln können helfen, solchen Situationen zu entgehen:

1. Meetings müssen verantwortlich geführt werden. Das heißt zuerst: Gruppendynamische Spielchen unterbrechen, die Gruppendynamik so lenken, dass alle ungestört zu Wort kommen, zur inhaltlichen Diskussion einladen und alle Teilnehmer einbinden.

2. Entscheidungsmeetings sollten einem für alle transparenten Schema folgen, um die Berechenbarkeit zu erhöhen.

3. In den Entscheidungssitzungen sollte ausdrücklich zur Kritik aufgefordert werden.

4. Der Hauptverantwortliche und andere wichtige Mitglieder sollten ihre Meinung nicht zu früh preisgeben, sondern sich zunächst zurückhalten.

5. Gruppenmitglieder dazu auffordern, Entscheidungsprobleme in ihren Abteilungen auch mit Personen zu diskutieren, die nicht zum Kreis der Entscheider dazugehören.

6. Ein "Advokat des Teufels" sollte bestimmt werden, um bewusst und kompromisslos die Gegenposition zur Gruppenmehrheitsmeinung zu vertreten.

7. Nehmen Sie sich Zeit für die Entscheidung.

8. Funktionierende Gruppen gehen mit ihren Entscheidungen größere Risiken ein als Einzelpersonen. Daher ist es sinnvoll, das Ergebnis einer Einigung noch einmal bewusst in Frage zu stellen.

Das Befolgen anfänglicher Regeln ist ein erster Schritt zu erfolgreichen Teamentscheidungen. Das Fundament vonTeamentscheidungen ist hingegen eine unterstützende und gelebte Unternehmenskultur, die Teamentscheidungen und Verantwortungsübertragen unterstützt.

Jungs, als Team schafft Ihr das!

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