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Leidenschaftlich rückwärtsgewandt: Ver.di und die Sonntagsöffnung

Allgemeines

In Deutschland ist die Sonntagsöffnung Ländersache. Die Zahl der maximal erlaubten verkaufsoffenen Sonntage schwankt dabei zwischen vier und zehn Tagen. Eine Sonntagsöffnung ist nur möglich, wenn Märkte, Messen oder andere Events einen im Verhältnis zur Einwohnerzahl großen Besucherstrom anziehen. Das Event muss dabei das prägende Ereignis sein.

Der Handelsverband Deutschland lässt sich in der Diskussion um Sonntagsöffnungen von der Gewerkschaft Ver.di dermaßen einschüchtern, dass er nun an die Länder und seine Mitglieder appelliert, wenigstens umzusetzen, was bereits gesetzlich erlaubt ist.

Ver.di hingegen lässt in einem groß angelegten Vorstoß auf Einzelfallebene gerichtlich überprüfen, was genau ein prägendes Ereignis ist. Die Gewerkschaft hat bisher rund 90 Verfahren in Gang gesetzt, um verkaufsoffene Sonntage auf Ortsebene zu kippen. Düsseldorf, Dortmund, Heilbronn und andere Städte haben bereits Termine abgesagt, Köln hat gleich alle verkaufsoffenen Sonntage gekippt.

Ver.di zeigt wieder einmal seine Lobby-Zähne ohne die Bedürfnisse der Kunden, des Marktes und seiner Mitglieder auch nur ansatzweise zu berücksichtigen. Es scheint ums Prinzip zu gehen. Dabei sagt der Kunde bereits lautstark, dass er eine Sonntagsöffnung der Geschäfte ausdrücklich wünscht. Die Arbeitnehmer im Einzelhandel klagen über zu wenig Lohn, dabei wäre die Sonntagsöffnung, dank hoher Zuschläge, eine hervorragende Möglichkeit, mehr Geld in die Taschen der Mitarbeiter zu spülen.

Ver.di richtet den Blick, wie bei vielen Themen der jüngsten Vergangenheit, mit Vehemenz in die Vergangenheit, ohne die Bedürfnisse einer modernen Gesellschaft zu deuten, geschweige denn zu erkennen.

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